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OldNo - eine Initiative für Quedlinburg

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Risikofragen

Sicher ist nicht jeder zur Selbständigkeit geeignet. Man muss schon schon das grundsätzliche Bedürfnis haben, etwas Neues voranzubringen. Bei erfolgreichen Geschäftsleuten wird man immer wieder erleben, dass sie deshalb erfolgreich sind, weil sie sich an der in Deutschland so gern geführten Risikodiskussion nicht beteiligen, obwohl sie trotzdem jede Entscheidung genau abwägen. An dieser Stelle soll mit 2 weitverbreiteten Irrtümern aufgeräumt werden, mit denen sich regelmäßig die ewigen “Bedenkenträger” wichtig tun, die nur ihre eigene Untätigkeit rechtfertigen wollen:

“Kumpanie ist Lumperie”: Ein immer wieder gequältes Totschlag-Argument  gegen Zusammenarbeit. Die Wirklichkeit spricht aber eine andere Sprache. Weit über 90% der Gewinne im deutschen Mittelstand werden in Unternehmen mit mehreren Gesellschaftern erwirtschaftet. Allein schon die Gebrüder Albrecht von” Aldi” sind wohl eines der markantesten Beispiele dafür, zu welchen Ergebnissen richtig organisierte Zusammenarbeit führen kann. Die Behauptung hinter diesem Slogan ist schlichtweg falsch.

“Jede Unternehmensgründung ist ein Sprung ins kalte Wasser mit der großen Gefahr, zu ertrinken”:

Wie groß ist tatsächlich die Gefahr, zu “ertrinken”? Laut Statistischem Jahrbuch gab es 2017 in Deutschland rund 3.500.000 Unternehmen jeder Größe - also auch Kleinstbetriebe. Im gleichen Jahr meldeten rund 20.000 Unternehmen - also verschwindende 0,5 % Insolvenz an. Praktiker wissen, dass davon mindestens die Hälfte auch noch an völlig unlogischen eigenen Fehlern scheitern. In Wirklichkeit ist also das Risiko eines Reinfalls in der Selbständigkeit noch weitaus geringer, wenn man sein Geschäft ordentlich führt.

Hinter der obigen Behauptung steckt aber auch noch die laienhafte Vorstellung, ein neues Geschäft werde quasi nur mit dem blinden Vertrauen begonnen, es werde schon alles gut gehen. Das macht aber kein vernünftiger Geschäftsmann so. Im Gegenteil: Eine professionelle Geschäftsplanung baut zuerst einmal auf einer möglichst genauen Marktanalyse und Planung der Ertragserwartungen auf. Im statistikverliebten Deutschland wird das dafür erforderliche Zahlenmaterial an einer Vielzahl von Stellen erhoben, so dass mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit die Erträge eines neuen Leistungsangebots vorausberechenbar sind. Dort, wo es dagegen einmal nicht “gelaufen” ist, findet sich bei näherer Betrachtung in den meisten Fällen, dass oft gegen alle Logik sogar die einfachsten Bedingungen nicht beachtet wurden. Geschäftsführung ist keine “Geheimwissenschaft”. Wie man oben gesehen hat, umfasst der Anteil der erfolgreichen Unternehmen in Deutschland rund 99,5 % der Wirtschaft.Die entscheidende Voraussetzung dafür ist nämlich nicht, dass deren Inhaber mit geschlossenen Augen existenzgefährdende Risiken eingehen, sondern, dass sie auf Veränderungen ihres Markts konsequent reagieren können.

Natürlich muss man sich bei einer geschäftlichen Zusammenarbeit mehrerer Menschen auch gegenseitig prüfen, ob der Andere dafür tauglich ist. Dem kommen wir bei OldNo durch das lockere Kennenlernen im Club entgegen. Neben dem persönlichen Vertrauensverhältnis sind aber konsequente organisatorische Absprachen zwischen den Akteuren und flexible Entscheidungen weitaus wichtigere Erfolgsvoraussetzungen.

Und schließlich gilt immer noch die Weisheit des alten Sprichworts:

Wer nicht losgeht, kommt auch nie an!

Die Selbständigkeit ist das Grundprinzip des “Broterwerbs” seit Jahrhunderten in der ganzen Welt. Die allermeisten Großkonzerne haben mal mit der Zusammenarbeit einiger Menschen in einer Werkstatt oder einem Labor begonnen. Wenn die alle an Risiken gedacht hätten, wären wir heute noch Jäger und Sammler.

 

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